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#6 Südirland vorbei am Fastnet Rock 2017

Aktualisiert: 10. Aug. 2023



Südirland ist definitiv ein großartiges Ziel für uns Segler! Die Küste Südirlands ist bekannt für ihre atemberaubende Schönheit und die reiche maritime Geschichte. Es gibt viele sichere Häfen und Ankerplätze entlang der Küste, die von Seglern genutzt werden können.


Einige der beliebtesten Segelreviere in Südirland sind der River Shannon, die irische See, die Küste von Cork und die Südwestküste von Kerry. Es gibt auch viele abgelegene Buchten und Inseln, die von Seglern erkundet werden können.


Die beste Zeit für das Segeln in Südirland ist von Mai bis September, wenn das Wetter in der Regel mild ist und es genügend Wind gibt, um das Segeln zu erleichtern. Allerdings kann das Wetter schnell wechseln, und Segler sollten immer auf der Hut sein und sich auf alle möglichen Wetterbedingungen vorbereiten.



Soviel als Einleitung zu unserem Segeltörn 2017 im Süden Irlands.


Wir segelten vom 27. August bis zum 1. September in diesem spannenden Revier. Unser Ausgangshafen war Kinsale. Da eine Flugreise für uns nicht in Frage kam packten wir also wieder den berühmt berüchtigten Bulli von Wilfried. An dieser Stelle ist es vielleicht einmal angeraten über den Bulli zu sprechen. Wilfried ist Malermeister im Ruhestand und sein Bulli ist sein ein und alles. Mit Ihm hat er nicht nur viele Dienstreisen hinter sich gebracht sondern er ist auch sein bevorzugtes Transportmittel um auf ein Segelboot zu kommen. Viele tausend Kilometer haben die beiden auf diese Weise schon miteinander hinter sich gelassen.


Aber zurück zu unserer Anreise. Also Bulli gepackt. Crew zwischen das Gepäck und den Proviant gequetscht und los gehts. Erst einmal nach Calais in Frankreich. Mit dem Zug nach England. Quer durch England. Fähre übersetzten nach Irland und noch einmal Bulli fahren sowie zwischendurch auch noch den platten Reifen wechseln.

Endlich angekommen übernehmen wir das Boot und dürfen feststellen das die Iren abends zu echten Party Animals werden. Wir stürzen uns gleich ins Nachtleben und hoffen dennoch am nächsten Morgen bei Flut rechtzeitig auslaufen zu können.

Ablegen!

Etwas verkatert legen wir am nächsten Morgen ab. Es regnet und der Wind bläst uns ins Gesicht. Irland macht seinem Ruf als Regeninsel alle Ehre. Doch schon bald hebt sich die Stimmung dramatisch. Die ersten Delphine zeigen sich uns und springen mit ihren grauen Körpern längsseits an unserem Boot entlang.

Stege zum anlegen gibt es kaum im Revier. Die meisten Abende machen wir an mooring Bojen fest und setzten mit dem Dingi zu unseren Landgängen über. Die Landschaft ist faszinierend. Zerklüftete, graue Felsen die aus dem Wasser ragen. Bewachsen mit einer niedrigen grünen und teilweise auch bunten Vegetation. In diese Landschaft betten sich die aus grauen grob behauenem Stein errichteten historischen Gebäude malerisch ein. Sie machen das typische Irische Bild einer Postkarte komplett.


Bei unsern Landgängen erkunden wir natürlich nicht nur die Landschaft und die historischen Gebäude. Natürlich wollen wir uns auch intensiv mir der Kultur beschäftigen. Und hierzu zählt insbesondere die "Pub Kultur". In jedem kleinen Dorf finden wir diese urigen Kneipen. Meistens sehr gemütlich eingerichtet. Manchmal auch nur ein Tresen. Da kommt es auch schon einmal vor das der Kneiper aus seinem Wohnzimmer erscheint um uns ein leckeres Kilkenny einschenkt.



Die Tide ist im Revier kein Problem. Die Buchten sind in der Regel tief genug das mann ausreichend Wasser unterm Kiel hat. Bei unserer Tagesplanung hat sich somit auch keine Rolle gespielt. Bei der Navigation verlassen wir uns vor allem auf die weiss gestrichenen Leuchttürme die an so gut wie jeder einfahrt zu sehen sind. Die Stationen auf unserem Törn in der Reihenfolge:


1. Kinsale

2. Glandore


Fastnet Rock

Der Leuchtturm Fastnet Rock steht alleine im Atlantik und ist das letzte was die Irischen Auswanderer auf dem Weg in die neue Welt von ihrer Heimat gesehen haben. Der Fastnet Rock hat eine große Bedeutung für Segler, insbesondere für Regattasegler. Er markiert das westliche Ende des Fastnet-Race-Kurses, einer der bekanntesten Hochseeregatten der Welt, die alle zwei Jahre stattfindet und von Cowes auf der Isle of Wight nach Plymouth und dann rund um den Fastnet Rock und zurück nach Plymouth führt. Die Regatta gilt aufgrund der schwierigen Wetterbedingungen und der potenziell gefährlichen Gewässer als eine der anspruchsvollsten Regatten der Welt.



Der Fastnet Rock ist auch ein wichtiger Referenzpunkt für Segler, die entlang der irischen Küste unterwegs sind. Da er eine exponierte Position hat und von weit her sichtbar ist, kann er als Orientierungspunkt für die Navigation dienen. Allerdings müssen Segler bei der Navigation in der Nähe des Fastnet Rock vorsichtig sein, da es in der Region starke Strömungen und gefährliche Klippen gibt.


3. Lawrence Cove

4. Castletownsend

Das Wetter zum Ende unserer Woche auf See zeigt sich noch einmal von der schönen Seite. Die Sonne scheint und der Atlantik ist spiegelglatt. Genau die richtigen Bedingungen zum "Flipper Watching". Ganz in der nähe ist eine Delphinschule dabei einen schwärm von Fischen zusammen zu treiben. Den Möwen und weiteren Seevögeln bereiten sie somit ein gerichtetes Buffet. Aus gut 20 Meter Höhe schlagen Sie im Sturzflug ins Wasser, tauchen ab und erscheinen mit Ihrem Fang im Schnabel wieder. Dazwischen springen die Delfine immer wieder aus dem Wasser. Was für ein Spektakel zum Abschluss der Woche.



Dieses war jedoch nicht unsere letzte Begegnung mit der Heimischen Tierwelt. Am Abfahrtsmorgen verabschiedet uns dann auch noch eine Robbe die sich im Hafenbecken völlig ungestört auf die suchen nach Futter gemacht hat.


Hier das Video zum Törn:





Irland
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